klerikalismus

"Vom Übel des Klerikalismus" spricht Papst Francesco in aller Öffentlichkeit. Er sei "der fruchtbare Boden für diese Gräuel" des sexuellen Missbrauchs. Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller, Ex-Präfekt der Glaubenskongregation in Rom, widerspricht ihm energisch: Die Ursache für den Missbrauchsskandal sei nicht der Klerikalismus, auch nicht die Pädophilie, sondern die "aggressive Homosexualität". Dass er selbst im Vatikan mit seiner Meinung wenig Gehör findet, stört den streitbaren Kardinal keineswegs. Für die "Hofschranzen" im Vatikan, so Müller, gelte "jede beiläufige Bemerkung von Franziskus, und sei es in einem Interview, als sakrosankt. Als hätte Gott selbst gesprochen".

orthodoxe kirche

Die ukrainisch-orthodoxe Kirche trennt sich vom Moskauer Patriarchat

Es klingt wie zu Zeiten des russisch-ukrainischen Krieges 2014. In Moskau sprechen die Kirchenführer von einem neuen "Krieg" und warnen vor "Blutvergießen". In den russischen Medien beschwören russische Geistliche, Politiker und Journalisten den "Alptraum eines Religionskrieges" in der Ukraine. Schauplatz dieses Religionskrieges würden die Kirchen und Klöster der Ukraine sein. Denn die russische Orthodoxie sieht in den Kirchen und Klöstern der Ukraine ihre eigenen Wurzeln.

abaelard

Was sagt das heilige Buch des Islam über Jesus von Nazareth?

Der Islam hat gegenwärtig keine gute Presse. Laut einer aktuellen Umfrage halten 57 Prozent der Bevölkerung  ihn für bedrohlich. Viele halten die Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders von Islam und Christentum für ein Märchen aus 1001er Nacht. Doch  ein Team deutscher Religionswissenschaftler will nun das Gegenteil  beweisen.

Mitgefühl

Nur wer mitfühlt, versteht!

Tania Singer ist Deutschlands führende Hirnforscherin. Gerade hat sie die Ergebnisse ihrer Forschungsreise ins "soziale Gehirn" des Menschen veröffentlicht. Die Direktorin für Soziale Neurowissenschaft am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig untersucht die neuralen Grundlagen sozialer Emotionen wie Empathie, Mitgefühl und Altruismus.

abaelard

"Nicht mehr bei mir, sondern bei Dir war mein Selbst"

Die Geschichte von Heloise und Abaelard ist die aufregendste, dramatischste und denkwürdigste Liebesgeschichte des Mittelalters.

Sie hat noch dazu den Vorzug, dass sie wahr ist. Die historischen Zeugnisse sind seit langem bekannt, insbesondere die Schriften und Briefe der beiden Hauptgestalten: Abaelards „Leidensgeschichte” (Historia calamitatum) und die glühenden Episteln der Heloise. Anders als Tristan und Isolde, anders als Romeo und Julia stehen der Philosoph-Theologe Abaelard und seine Schülerin-Geliebte Heloise als lebendige Menschen vor uns.